Freitag, 11. Januar 2013

Nebenan

Ich lese. Im Moment immer weniger Bücher. Bücher habe ich sonst verschlungen. Überall, wo ich saß oder stand, hatte ich ein Buch in der Hand. Wenn ich in anderen Blogs die Bücherstapel an gelesenen Büchern sehe, fühle ich mich fast schlecht, weil es bei mir nicht mal zu einem Stapel reicht. Bevor ich nach einem vollen Tag in der Nacht in komatösen Schlaf falle, schaffe ich höchstens drei Seiten zu lesen.

Ich lese dennoch. Viel. Und zwar im Internet. Artikel über Artikel aus Zeitungen, Nachrichtenseiten, Blogs. Wenn ich einen Artikel lese, lese ich auch die Kommentare dazu. Nicke zustimmend, fühle mich bestätigt. Oder ich ärgere mich. Ich folge Empfehlungen. Bilde mir meine Meinung. Mische mich oft lieber nicht in Diskussionen ein. Und gestehe mir selber ein, dass ich nicht überall mit meinem Rat eingreifen kann und anderen Menschen ihre eigenen Erfahrungen lassen muss.

In meiner Ecke des Internets dreht sich gerade viel um Mütter und Väter, um geschlechtsspezifische Erziehung, um Betreuungsformen für Kinder. Darum, warum immer weniger Kinder geboren werden und auch darum, was man sich ungefragt anhören muss, wenn man mehr als ein Kind oder aber auch gar keine Kinder hat. Es dreht sich um Schrippen und Wecken, um Kinderliteratur und -filme, um unsere Schulen, um den Wohnungsmarkt, um Geldverschwendung bei öffentlichen Bauten, um Ernährung und vieles mehr.

Ein paar Seiten teile ich heute wieder mit Euch:

Anne Schüssler bezieht sich auf einen Artikel des Spiegel online, in dem es um mäkelige Kinder am Essenstisch geht und den Rat, Essen für Kinder quasi zum "Event" zu machen. Dazu kann ich sagen, dass Anne in ihrer Kindheit Glück gehabt hat. Und ich will meinen Kindern nie irgendein Essen "unterjubeln" sondern mache einfach kein Theater, egal in welche Richtung, ums Essen. Fertig.

Maximilian Buddenbohm hat vor ein paar Tagen eine sehr üppige Leseliste zusammengestellt, die sich  sehr mit den Artikeln deckt, die ich auch schon gelesen habe. Und hier könnt Ihr sehen, warum ich so gerne etwas von ihm lese. Wunderbar.

Foodsharing. Eine tolle Idee, Lebensmittel weiterzugeben, die man selber nicht mehr benötigt.

Notes of Berlin. Einfach angucken.

Zum Hören und Lesen: Meine neueste Entdeckung.


Kommentare:

  1. Die "Foodsharing"-Idee gefällt mir auch sehr, aber ob das wohl auch im ländlichen Raum funktioniert?

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  2. Foodsharing ist auch auf meiner Empfehlungsliste für diese Woche gelandet. Der Artikel von Anne Schüssler ist toll. Halte ich hier auch so. Niemand muss, jeder darf. Untergejubelt wird nix. Probiert werden muss auch nicht.

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  3. Vielen Dank für die Inspiration! Und der Artikel über die Mäkelkinder hat nun endlich in mir den Beschluss fassen lassen (der da in mir drinnen schon länger rief: hör auf und lass ihn machen (und eben nicht essen...), dass ich aufhören will mit mäkeln - und zwar über die Mäkeleien meines Kindes! :)

    Herzlichst, Nina Seestern

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  4. In den "Familienjahren" zwischen 30 und 40 wird wohl statistisch gesehen am wenigsten gelesen (Problem Zeit)! Mir geht es da ähnlich! Deine Ausflüge zu den angegebenen Themen ins Internet finde ich interessant! Auch ich mache bei meiner Tochter kein Thema um´s Essen und es funktioniert (noch:-)) prima!
    Dir und deiner Familie ein schönes WE! Susan

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  5. ... ich war gerade dabei, einen Post zu meinen 2013 Vorhaben zu schreiben - und da kamen mir Ihre Anregungen ganz gelegen :) sie gehören nun dazu!
    http://lillesoestjerne.blogspot.de/2013/01/im-neuen-jahr.html

    Herzlichst!

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  6. ...oh ja, das mit dem lesen kenn ich , sobald ich ein Buch in die Hand nehme, will wieder einer was von mir......das Kinder beim essen nörgeln, könne ich eigendlich nicht, wenn man täglich kocht und die Kinder wissen wo das Fleisch oder Gemüse herkommt, von klein auf mitkochen dann wird auch fast alles gegessen, ok, so kleine Ausnahmen gibt's immer und das ist auch ok so !
    Aber ich hatte auch schon ein Kind zum essen da, außer Nudeln mit Ketschup war da nix zu machen......schade.
    Also dieses Foodsharing find ich gut, aber sowas ist hier auf dem Land was ganz normales, in der Form, dass wenn der Salat wieder schneller wächst als wir aus dem Garten holen können, dann freut sich die Nachbarin....bei uns wird auch im Suppermarkt viel reduziert, bevor es verdirbt, denn die Tafelläden wollen schon nimmer so viel, weil kein so großer Bedarf besteht....die wissen manchmal nimmer vorhin damit....

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  7. Bei mir hat sich das mittlerweile wieder umgekehrt: ich lese kaum noch im Internet (und wenn, dann wenig Kinderthemen) und stattdessen berufsbedingt und privat ganz altmodisch wieder Bücher. (und ich stelle fest: es ist ein so schön kontemplativer Vorgang - das hätte ich aufgrund meiner bisherigen beruflichen Sozialisation / Internetproduktmanagement - vorher nie gedacht ...

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  8. Die "Notes" - wunderbar! Ansonsten bin ich für Schrüppen, was sonst..

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