Mittwoch, 30. September 2009

Der Kleinste ist der Größte!

In den letzten zwei Wochen ist der kleine Bruder rasant gewachsen. Wir haben es richtig gemerkt. Und bei der U4 hat sich unser Verdacht bestätigt: der Kleinste ist der Größte!
Er ist 68cm groß und wiegt 8030g. Boahh!
Zum Vergleich: der Große war in dem Alter 65cm groß und wog 6650g. Das Mutzelchen war 61cm groß und brachte 6380g auf die Waage. Hui. Der Arzt meint aber, daß das noch im Rahmen ist. Wir sind ja auch große Eltern.
Der kleine Große kann nun seinen Kopf viel besser halten und schaut noch aufmerksamer in der Gegend rum. Wenn wir essen, will er bei Papa auf dem Schoß sitzen und zugucken. Greifen tut er auch schon ganz gezielt. Und lachen tut er, daß es eine Freude ist! Zum Auffressen!

Dienstag, 29. September 2009

Traritraraaa, die Post ist da!

Oder auch nicht!

Geht Euch das in letzter Zeit auch so?
Montags kommt bei uns gar keine Post mehr, weder Briefe noch Päckchen.
Briefe dauern länger, Päckchen auch.
Unser Nachsendeauftrag bei der Post funktioniert nicht richtig, entweder sind wir unbekannt verzogen oder haben die Annahme verweigert.
Der Paketbote war neulich zu faul oder zu doof, uns zu finden und anstatt das Päckchen zur Post zu bringen, schickte er es zurück zum Absender. Der Absender hat es dann mit UPS versandt und zwei Tage später war das Päckchen hier.
In der hiesigen Postfiliale sind die Schlangen lang, das Personal unterbesetzt und unfreundlich.
Was ist denn da bloß los? Die Post arbeitet systematisch daran, uns als Kunden loszuwerden. Und sie hat es fast geschafft.
Wir werden in Zukunft unsere Päckchen woanders hinbringen.

Montag, 28. September 2009

Herbstwochenende

Ein schönes sonniges Herbstwochenende liegt hinter uns. An solchen schönen Tagen zieht es uns nach draußen, wir fühlen, es könnten die letzten warmen Tage sein.
Der Große hat im Garten viele Äpfel gepflückt, damit ich einen Apfelkuchen backen kann. Nach 13 Jahren Gasherd muß ich mich erstmal wieder an einen Elektrobackofen gewöhnen. Plötzlich roch es aus der Küche etwas angebrannt. Der Große sitzt direkt neben dem Herd: "Wieso? Ich dachte, die Streusel müssen so..." Nun ja, der Kuchen war zum Glück noch essbar. Notiz ins Rezeptbuch: 25 Minuten Backzeit reichen.
Mein Liebster war wieder sehr fleißig und hat etliche Kartons ausgepackt, unsere Garderobe angebracht, Kabelkanäle verlegt, Lampen installiert, meine Porzellansammlung in Vitrinen gestellt.
Mir fällt es schwer, brav zu liegen und mich zu schonen. Ich gebe mir aber Mühe.
Heute ist der Große auf Klassenfahrt an die Nordsee gefahren. Gut für ihn, um seine neuen Klassenkameraden noch besser kennenzulernen. Am Freitag haben wir ihn wieder.





Sonntag, 27. September 2009

Wahl 2009

Seit ich wählen darf, war ich immer wählen. Immer.
Ob Bundestagswahl, Europawahl, Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin, Volksentscheide - ich habe keine Wahl ausgelassen. Warum auch. Es tut nicht weh, geht schnell und ist manchmal auch ganz spannend. Und so funktioniert nun mal eine Demokratie.
Dieses Jahr gehe ich das erste Mal nicht zur Wahl.
Nee, nicht, weil ich nicht will. Sondern weil wir uns noch nicht umgemeldet haben und es versäumt haben, uns rechtzeitig um Briefwahlunterlagen zu kümmern. Ein komisches Gefühl. Ich fühle mich irgendwie so außen vor. Nicht schön.
Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei!

Samstag, 26. September 2009

Mark Knopfler

Es ist die Nacht vom 19. auf den 20.09. 2007. In der letzten Nacht wurde unser Mutzelchen geboren, sie ist nun knapp 24 Stunden alt. Wir sind völlig aus der Zeit geworfen. Tagsüber waren wir sehr müde, aber nun, um 1 Uhr morgens sind wir hellwach. Wir legen unser neuestes Familienmitglied zwischen uns auf das Sofa und zappen durch das nächtliche Fernsehprogramm.
Da bleiben wir auf 3sat hängen. Ganz besondere vertraute Töne gehen von unseren Ohren direkt unter die Haut und in den Bauch. Da spielt Mark Knopfler in einem kleinen Theater vor einem kleinen Publikum. Sein Gitarrenspiel hört man unter Hunderten sofort heraus. Er fesselt uns mit seinem Gesang und seinem Können an der Gitarre. Er spielt Stücke aus seinem neuen Album "Kill to get crimson". Wunderbare Musik. Still und eindringlich. Mit klugen Texten. Das Album haben wir uns gleich am nächsten Morgen gekauft. Wir hören es seitdem nicht immer, nur in besonderen Momenten. Zum Beispiel, wenn wir von der Autobahn abfahren auf unserem Weg nach Kühlungsborn an der Ostsee. Auf der Fahrt übers Land durch Alleen und an Feldern vorbei fängt für uns die Entspannung an. Mit der Musik von Mark Knopfler.
Diese Woche wurde bekanntgegeben, daß Mark Knopfler nächstes Jahr nach Hamburg kommt. Ich habe mich schon richtig gefreut. Jetzt habe ich die Preise gesehen.

140 Euro.

Für eine Karte.

Ich bin dann mal heulen.

Freitag, 25. September 2009

Im Stoffhimmel

Oooohhhh, ich glaube, ich bin im Stoffhimmel! Plötzlich würde ich gern für jedes Zimmer Vorhänge nähen. Und Kissen. Und Decken. Und Sitzkissen. Und Taschen. Und Kleidchen für das Mutzelchen. Und Lätzchen für den kleinen Bruder. Und... und... und...
Wo dieser Stoffhimmel ist? Er ist ganz nah. Hier im Internet. Bei Volksfaden.de.
Ich kannte diesen Onlineshop schon, habe aber jetzt mal Zeit gehabt, mich dort in Ruhe umzusehen. Es ist bei diesem unglaublichen Angebot sehr schwer, sich zu entscheiden.
Ich hab mal vorsichtig mit einem Stoff angefangen. Leider darf ich im Moment nicht sitzen, deshalb muß das Nähen noch eine Weile warten.

Und welche tollen Stoffläden kennst Du?

Mittwoch, 23. September 2009

Heimweh?

Nun ist unser Umzug schon fast 4 Wochen her. Wie schnell die Zeit vergeht! Und wie viel in so kurzer Zeit passieren kann! Ich wurde gefragt, ob ich schon Heimweh habe.
Hm, ehrlich gesagt, hatte ich noch gar keine Zeit groß darüber nachzudenken. Durch meine OP hatte ich viel mit mir selbst zu tun und gar keinen Kopf für so etwas wie Heimweh. Ich telefoniere öfters mit "Berlin" und bin noch am Geschehen dort dran. Manche Freunde habe ich in Berlin auch nur alle paar Wochen gesehen, deshalb fällt es bis jetzt noch nicht auf, daß wir nicht mehr in derselben Stadt wohnen.
Und es gibt ja auch ein gutes Gegenmittel, das habe ich mir schon besorgt: siehe unten.
Ende Oktober fahre ich einen Tag nach Berlin. Meine beste und älteste Freundin hat nämlich ein Baby bekommen, das muß ich mir anschauen.
An diese Fahrkarten zu kommen, war gar nicht so einfach. Das Dauer- Spezial für 29 Euro pro Fahrt gibt die Bahn nicht so leicht her. Wenn man im Internet eine Hin- und Rückfahrt eingibt, bekommt man nur für eine Fahrt das günstige Ticket. Die Rückfahrt ist viel teurer. Irgendwann habe ich mal ausprobiert, was passiert, wenn ich nur ein Ticket am Abend von Berlin nach Hamburg buchen will. Tadaaa! 29 Euro! Aha! Also buchte ich zwei einzelne Fahrkarten. Einen Warenkorb gibt es bei der Bahn im Internet nicht, also mußte ich nun zwei einzelne abgeschlossene Vorgänge, und die Portokosten natürlich, bezahlen. Aber ich habe nun zweimal das Dauer- Spezial. Unbedingt merken!

Dienstag, 22. September 2009

Nach draußen!

Was hatten wir für ein schönes Wetter in den letzten Tagen! Sonnig, trocken, warm. Ein schöner Herbstanfang. Da zieht es uns nach draußen. Direkt hinter unserem Haus befindet sich ein Wald. Gut geeignet um ein bißchen gehen zu üben und Herbstluft zu schnuppern. Der Große streift durchs Unterholz und für das Mutzelchen gibt es einen Waldspielplatz mit großer Schaukel. Der kleine Bruder kuckt in die Bäume und schläft dabei ein. Und wir freuen uns, daß wir zusammen sind und ich keine Schmerzen mehr habe.


Montag, 21. September 2009

Ich suche noch...

Nach einem Umzug stehen immer noch wochenlang Kartons herum. Die wichtigsten Dinge sind längst ausgepackt, der Haushalt läuft. Nur da sind Dinge, die ich gerne hätte und nicht finde.
(Mal abgesehen davon, daß ich wegen meiner OP nicht räumen darf und brav liegen muß.)

Ich suche noch:

- mein handgeschriebenes Rezeptbuch mit den beliebtesten Schlemmereien
- meinen Grußkartenvorrat
- meine schwarze Strickjacke
- die tollen Rosenöltücher für die Kleinen
- die Paßfotos vom Großen
- den Lavendelkranz von Frau Rotkraut
- unseren Milchschäumer
- einen ziemlich wichtigen Brief von einem Amt
- meinen Nähkasten
- meine lila Glitzerohrringe, die perfekt zu meiner Lieblingstunika passen



Vielen lieben Dank für Eure Geburtstagsgrüße für das Mutzelchen! Sie hat den ganzen Tag gekichert und draußen war fast hochsommerliches Wetter. Perfekt!

Samstag, 19. September 2009

2 Jahre Mutzelchen

Vor zwei Jahren durften wir unser Mutzelchen in unserer Familie begrüßen. Nach einer halbstündigen Blitzgeburt im Geburtshaus Pankow geboren, machte sie uns von Anfang an sehr glücklich. Unsere Hebamme sagte direkt nach der Geburt, daß die Kleine schon gut ihren Kopf durchsetzen kann. Erstaunlicherweise hatte sie damit vollkommen recht. Die Kindersicherungsindustrie verdient gut an uns, denn Mutzi geht überall dran. Das kannten wir so von unseren großen Kindern nicht. Jede Ecke wird erkundet, jeder Knopf in Reichweite gedrückt, jedes Buch aus dem Regal gezogen, jede Tür geöffnet, jedes Blatt aufgehoben, alles in den Mund gesteckt. Sie ist unsere Chaosqueen, unser Wirbelwind, sie liebt besonders Autos und den "Wuffwuff". Den kleinen Maulwurf. Den bekam sie auch heute von uns geschenkt und lässt ihn seitdem nicht mehr los.
Ein spannendes neues Lebensjahr, Mutzelchen. Wir haben Dich sehr lieb!



Freitag, 18. September 2009

Der Blogger an sich...

... ist ein besonders liebenswerter Mensch.
Kommunikativ, offen, freundlich, belesen, kreativ, koch- back- näh- und bastelsüchtig...
Bis jetzt habe ich nur positive Erfahrungen mit Bloggern gemacht. Ich durfte schon so einige kennenlernen.
Liegt es daran, daß nur besonders nette Menschen einen Blog betreiben? Sicher liegt es auch daran, daß man sich irgendwie einen kleinen virtuellen Freundeskreis zulegt. Ich lese ja nicht jeden Blog. Ich suche mir natürlich Blogs aus, mit denen ich etwas gemeinsam habe, wo die Lebenssituation ähnlich ist, wo man sich etwas zu sagen hat.
Seit ich einen Blog habe, bekomme ich plötzlich wieder mehr echte Post. Richtige Briefe und auch schöne Päckchen. Klingt absurd, ist aber so. Hinter den virtuellen Bekanntschaften stecken nämlich immernoch echte Menschen. Manchmal möchte man sich gegenseitig zum Geburtstag, zum Baby, zu Weihnachten etc. alles Gute wünschen, manchmal hat man in einem Blog etwas gewonnen, manchmal sieht man etwas Nettes in einem Geschäft und verschickt es an den Bloggermenschen, an den man da gedacht hat.

Gerade habe ich ein tolles Päckchen bekommen. Bei Yvonne habe ich einen süßen Stoff gewonnen. Sie wohnt auch in Hamburg. Da wir ganz neu in der Stadt sind, hat sie uns ein Willkommenspaket gepackt mit Hamburger Labskaus und Unmengen an Broschüren von Theatern, Tierparks, Museen, den Verkehrsbetrieben... Toll! Da habe ich mich richtig drüber gefreut. Vielen, vielen Dank dafür!

Und gestern hatte ich Besuch von der Trällertrulla. Sie ist letztes Jahr von Hamburg (aus meinem neuen Stadtteil!) nach Berlin (in meinen alten Stadtteil!) gezogen und ist diese Woche in der Stadt, um hier zu trällern. Da hatten wir natürlich viel zu erzählen und die Zeit ging viel zu schnell rum. Ich bin mir ganz sicher, daß es nicht das letzte Mal war, daß wir uns gesehen haben. Vielen Dank für Deinen Besuch!


Es ist wirklich eine wundersame Sache, dieses Blogding. Alte Freunde oder die Familie können damit nichts anfangen. Manche haben hier noch nie reingeschaut. Und viele können sich nicht vorstellen, daß man "im Internet" Leute kennenlernen kann. Und warum "das überhaupt sein muß". Anfangs hab ich immer versucht, das zu erklären, mich zu rechtfertigen. Mach ich nicht mehr.
Es macht einfach Spaß!

Donnerstag, 17. September 2009

Kaum zu glauben...

... aber vom vielen Liegen bin ich echt geschafft! Nach einer Bandscheiben- OP darf man 4- 6 Wochen lang höchstens 30 Minuten am Tag sitzen, ansonsten viel liegen oder auch laufen. 30 Minuten sind nicht viel. Das sind Frühstück, Mittag, Abendbrot - jeweils 10 Minuten. Sitzen ist das Schlimmste, was einem Rücken passieren kann.
Und das macht man sonst den ganzen Tag.
Frühstück, Flasche für den kleinen Bruder: 1/2 Stunde, eine Blogrunde am Rechner: 1 Stunde, mit dem Mutzelchen auf dem Boden sitzen und spielen: 1 Stunde, mit einer Freundin einen Kaffee trinken gehen: 1- 2 Stunden, Mittagessen mit dem Mutzelchen, dem kleinen Bruder die Flasche geben: 1/2 Stunde, Zeitung lesen auf dem Sofa: 1 Stunde, Obst und Kekse mit dem Mutzelchen und dem Großen, Flasche für den kleinen Bruder: 1/2 Stunde, Spielplatz mit dem Mutzelchen, im Sand hocken: 1 Stunde, Abendbrot mit allen, Flasche für den kleinen Bruder: 1/2 Stunde, fernsehen, lesen, Blogrunde: 2 Stunden...
Ich bin ja kein Stubenhocker, wir sind sonst zweimal am Tag draußen, aber jetzt fällt halt auf, daß ich überhaupt nicht sitzen darf. Und ich darf nicht heben. Und mich nicht verdrehen. Nun ja. Zum Glück habe ich jetzt keine Schmerzen mehr. Das Laufen ist noch etwas eingeschränkt, weil mein Bein taub ist. Ich hoffe, das gibt sich mit der Zeit.

Seit Montag haben wir unsere Haushaltshilfe. Von 7 bis 15 Uhr kümmert sie sich um die beiden Kleinen und den anfallenden Haushaltskram. Sie ist ziemlich jung- Jahrgang 1989. Kurz vor dem Mauerfall geboren. Mönsch, was sind wir plötzlich alt! Wir sind die letzte Generation, die die DDR und den Mauerfall noch bewußt miterlebt haben. Spannende Sache, da gibt es viel Gesprächsstoff.
Ach ja, die Haushaltshilfe ist jung. Und wir haben hier ein Baby und ein Kleinkind zu versorgen. Das ist hart. Anstrengend. Nervenaufreibend. Schreit nach Organisation. Ich glaube, unsere Haushaltshilfe bekommt bei uns ihre Lehre fürs Leben. Das wahre Familienleben. Sie ist am Nachmittag ziemlich fertig. Aber sie macht es gut. Und ich finde es auch irgendwie schön, daß ich ihr etwas auf ihren Weg mitgeben kann.

Hier seht Ihr noch ein Bild von Mutzelchens Lieblingsnachbar.

Mittwoch, 16. September 2009

Mit 4 Monaten

- strampelt man so doll, daß ständig die Socken ausgezogen sind
- passt man in Größe 68
- greift man alles, was einem in die Finger kommt
- und steckt es dann sofort in den Mund
- kann man herrlich quietschen
- hat man doppelte Speckrollen an den Oberschenkeln
- hat man in 15 Minuten jeden Pullover nassgesabbert
- strahlt man jede Person in Reichweite an
- weint man nur noch, wenn man müde ist, dann aber richtig!
- liebt man es, draußen den Blättern im Wind zuzuschauen
- will man am Tisch auf dem Schoß sitzen und guckt jedem Bissen nach, der in Papas Mund landet
- lässt man Mama und Papa nachts schlafen
- und ist süß, süß, süß!

Dienstag, 15. September 2009

Ach, Patrick!

Du Traum an meiner Mädchenzimmerwand! Was fand ich den Kerl toll! Und den Film natürlich. Hui, bisher ungesehene ungeahnte Szenen sah ich da in meinen jungen Jahren! Hüften, die aneinanderreiben hat man damals selten gesehen. Ich glaube, ich bin neben meinen Eltern im Kino im Dunklen rot angelaufen. Machs gut, Patrick Swayze!

Montag, 14. September 2009

Geschirrtest

Bei Frau Landgeflüster habe ich vor einer Weile einen Eintrag über ihr neues Geschirr gelesen. Ein Internetshop, der "endlich zuhause.de" heißt, lässt Blogger kostenlos ein Kaffeeservice testen. Da mach ich doch mal mit!
Ich sammle altes Porzellan. Sehr altes. Meine Teller sind fast ausnahmslos von Villeroy und Boch und bald 90 Jahre alt. Ich liebe meine alten Teller und wollte nie andere haben.
Unser Großer ist nun 10 Jahre alt und hat in unserem Haushalt die Aufgabe übertragen bekommen, abends nach dem Abendbrot den Geschirrspüler einzuräumen und anzumachen. Er murrt zwar darüber, aber er macht es. Nur leider leiden meine alten Teller darunter. Etliche haben schon Abplatzer an den Rändern. Und ist einmal eine kleine Ecke abgeplatzt, dringt Wasser in den alten Teller ein und es bilden sich Risse in der Glasur und irgendwann ist der Teller kaputt. Und das ist sehr schade. Ich kann meinen Großen aber nicht böse sein, denn ich bin ja froh, daß er seine Aufgabe erledigt.
Also wollten wir uns schon länger ein Alltagsgeschirr zulegen. Da kam mir die Aktion von "endlich zuhause" ganz gelegen. Jeder, der einen Blog hat, darf mitmachen und sich dort bewerben. Auf der Seite stehen 3 verschiedene Muster zur Auswahl. Ich fand das Geschirr mit den Grashalmen ganz schön. Ich habe mich also beworben und schon einen Tag später eine Nachricht bekommen, daß ich ein Geschirr erhalte. Es kam dann genau einen Tag vor unserem großen Umzug von Berlin nach Hamburg. Ich habe das Geschirr dann in seiner Verpackung gelassen und in einen Umzugskarton getan. Hier in Hamburg war es das erste Geschirr, was wir ausgepackt haben. Es ist heil geblieben, denn es war sehr gut verpackt. Das Dekor ist ganz hübsch. Schmale grüne Grashalme und ganz dezente weiße Halme auf weißem Grund sehen schön aus und so lässt sich das Geschirr gut mit anderen Dingen kombinieren. Wir sind ganz zufrieden mit dem Geschirr und überlegen tatsächlich, uns noch große Teller passend dazu zuzulegen. Nun wird mein gutes altes Geschirr geschont. Und die Werbung hat gewirkt ;-)




Sonntag, 13. September 2009

Und dann noch...

Die Fäden an meiner OP- Wunde sind noch nicht mal gezogen, da hab ich schon die Rechnung vom Krankenhaus auf dem Tisch.

Samstag, 12. September 2009

12 von 12 im September

Als ich die Bilder von 12 von 12 im August gemacht habe, dachte ich, daß ich bei 12 von 12 im September dieselben Fotos wieder machen könnte, nur mit wieder eingeräumten Schränken. Nun ja, das haben wir nicht ganz geschafft. Vielleicht im Oktober. Diesmal also ein kleiner Rückblick und ein paar Impressionen unserer neuen Heimat.

der riesige Möbelwagen in Berlin - hm - früher hat ein kleinerer Laster gereicht


ein letzter Blick in die alte Wohnung


huch- da fliegt es vorbei - das Ortsausgangsschild von Berlin


Hamburgs Wahrzeichen empfängt uns bei strahlendem Sonnenschein


wir haben uns schon standesgemäß vorgestellt


der Große hat das schnuckligste Zimmer


das Wohnzimmer


einer unserer neuen Nachbarn


für ein sonniges Gemüt


von der Schaukel kriegen wir das Mutzelchen nicht mehr runter


die Kinder haben schon fleißig geerntet für den ersten Apfelkuchen


unsere Fernster unterm Dach


Die Liste gibts wie immer bei Caro von "Draußen nur Kännchen".

Freitag, 11. September 2009

Formulare, Formulare...

Von der Wiege bis zur Bahre - Formulare, Formulare!

Mann, die tun alle so, als wäre ich die erste Mutter der Welt, die krank geworden ist!
Mein Liebster wird hier zu Hause nun doch nicht die Haushaltshilfe geben. Er würde kein Gehalt bekommen. Die Krankenkasse zahlt ja einen bestimmten Satz pro Tag, das ist eh schon wenig. Im Kleingedruckten steht aber, daß er sich nun für diese Zeit auch noch selbst krankenversichern müßte. Da bliebe dann fast nichts mehr übrig. Wenn wir nicht gerade den teuren Umzug hinter uns hätten, würde es vielleicht grade so gehen, aber so...
Der Arzt, bei dem ich gestern war, wollte meinen Mann krankschreiben, wußte aber nicht, welches Formular man da nimmt. Ein schriftliches Attest reicht dem Arbeitgeber nicht. Heute bezahlte der Liebste 10 Euro Praxisgebühr, nur um den Arzt nochmal zu sprechen. Der ruderte aber zurück, und schreibt meinen Mann nicht krank.
Also doch eine Haushaltshilfe. Anruf bei der Krankenkasse. Wir müßten uns schon selbst eine Organisation suchen. Wir brauchen jemanden, der den ganzen Tag hier ist, wegen der Kinder.
Die erste Organisation sagt uns gleich, daß sie für so eine lange Zeit gar keine Kapazitäten hat.
Nochmal Anruf bei der Krankenkasse. Aha, sie geben uns Adressen.
Zwischenzeitlich hat der Liebste die Kinder versorgt und ins Bett gebracht und ist nochmal zum Arzt gedüst, um den Antrag auf Haushaltshilfe abstempeln zu lassen.
Anruf bei der Krankenkasse. Ja, wir sollen die Unterlagen doch zuschicken. Wir brauchen doch aber jemanden ab Montag, ob das denn nicht schneller gehen kann, hat sie denn eine e- Mail- Adresse, wir könnten das doch als pdf schicken. Achso, ja, das ginge auch.
Und nun haben wir eine Organisation gefunden, die hier gleich um die Ecke sitzt. Sie ist sogar spezialisiert auf Kinderbetreuung und beschäftigt extra dafür Pädagoginnen. Die werden am Montag um 7 Uhr zu uns kommen. Hört sich ganz gut an. Und ist irgendwie beruhigend, daß die sich mit Kindern auskennen. Als Mutter hat man da ja doch so ein paar Sorgen...
Phu!
Der Liebste ist jetzt zur Entspannung im Männerparadies Baumarkt. Es sei ihm gegönnt.
Und ich liege, liege. liege. Ganz schön langweilig, vor allem, wenn hier Kartons stehen, die ausgepackt werden wollen!

Morgen ist wieder 12 von 12! Ich mache mit, ihr auch?

Mittwoch, 9. September 2009

Wieder an Bord!

Vor einer Woche um diese Zeit durfte ich in Begleitung zweier starker Feuerwehrmänner mit Blaulicht und Tatütata durch Hamburg fahren. Ist doch ein toller Einstand, nur zwei Tage nach dem Umzug von Berlin nach Hamburg, oder?!

Am Dienstag war ich bei einem Vertreter meiner Lieblingsärzte, einem Orthopäden. Ich konnte ganz offensichtlich nicht mehr krauchen, hatte ein taubes Bein, bekam beim "Gespräch" den Rücken zugekehrt, eine Spritze in den Rücken und eine Überweisung zum MRT. Und tschüss! Einen MRT- Termin hätte ich mit viel Glück noch im September kriegen können.

Also doch die Feuerwehr. Der Liebste packte eine Tasche für mich und dann wurde ich abgeholt. In der Notaufnahme zwischen Vorhängen wurde ich von einem "Famulus" behandelt. Der lernt noch. Dann sollte er wohl als erstes mal lernen, einen Arzt zu holen, wenn er nicht mehr weiter weiß. Er wollte mich sogar fast wieder nach Hause schicken. Ich wurde also fröhlich bis zum Nachmittag mit allen erdenklichen Schmerzmitteln bis hin zum Morphium vollgedröhnt. Außer Karrusselfahren im Kopf brachte das aber gar nichts.

Am frühen Abend dann wurde ich endlich in die Röhre geschoben. Und- was für eine Überraschung- ein riesengroßer Bandscheibenvorfall war zu sehen. Gut, eine OP ist in diesem Fall unumgänglich. Ich sollte also eventuell am nächsten oder übernächsten Tag operiert werden. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich das überhaupt noch eine Stunde aushalten sollte. Ich habe die ganze Zeit die Welt nur noch durch einen Tränenschleier gesehen. Ich kam auf Station und hatte eine ziemlich lange Nacht vor mir.

Am nächsten Morgen war plötzlich die Rede von einer OP am Montag. Das sollten noch 4 Tage sein. Nein!!! Dann meinte die Ärztin, nun ja, wenn ich nicht mehr p.inkeln könnte, das wäre dann natürlich etwas Anderes. Und tatsächlich, das hatte ich irgendwie verdrängt, daß ich ja seit dem vorigen Tag nicht mehr auf der Toilette war. Ohne hier Details zu nennen, meine Blase war zum Bersten voll und ich habe es nicht gemerkt! Das Wort "querschnittsgelähmt" fiel. Phu!

Und dann ging plötzlich alles ganz schnell! Die Telefondrähte glühten, um eine Klinik zu finden, die mich sofort operiert. Ich wurde in eine andere Klinik gefahren, um mein Bett standen 4 Ärzte und 5 Schwestern, an beiden Armen wurden Zugänge gelegt und Blut abgenommen. Innerhalb von 2 Stunden lag ich auf dem OP- Tisch. Die Narkose verschaffte mir endlich Ruhe und Schmerzfreiheit.

Als ich zwei Stunden später wieder aufwachte, waren die Schmerzen verschwunden. Endlich! Ich kam um Mitternacht auf die Station, lag in Blut und Schweiß und wollte mich waschen. Die Schwester hatte leider keine Zeit für mich. So musste ich bis zum Morgen warten. Schon am nächsten Tag durfte ich aufstehen und gehen. Gehen! Was für ein tolles Gefühl, wenn das seit Monaten nicht mehr schmerzfrei ging. Mein linkes Bein ist weiterhin vom Hintern bis zur Fußsohle an der Außenseite taub. Es kann ein ganzes Jahr dauern, bis das Gefühl wiederkommt. Wenn es wiederkommt.

Nun muß ich mich die nächsten Wochen schonen. Darf nur zum Essen sitzen, ansonsten viel liegen oder auch laufen. Ich darf nur bis zu einem Kilo heben. Mein Baby, der kleine Bruder, ist schon zu schwer. Der Liebste wird hier zu Hause vielleicht die Haushaltshilfe geben, denn wir möchten keine Fremden hier haben, denn die Kinder sind eh ein bißchen durcheinander wegen des Umzuges etc.

Ich bin die ganze Zeit am Überlegen, ob ich nochmal den Orthopäden von letzter Woche kontaktiere und ihm seine Überweisung für das MRT um die Ohren haue. Würde es etwas bringen? Ich weiß es nicht.

Nun ja, ich muß nach vorne schauen. Muß wieder fit für meine Familie sein. Ich bin so froh, daß ich einen verläßlichen geduldigen Mann habe, der die letzten schmerzhaften Monate mit mir durchgestanden hat, meine Launen ertragen hat und sich sehr liebevoll um die Kinder kümmert. Das hat mir sehr geholfen.

Danke auch für Eure Anteilnahme! Demnächst gibts hier endlich Fotos vom Umzug und der neuen Wohnung zu sehen.

Ein Jahr später sieht es so aus.

Dienstag, 1. September 2009

Mieser Start

Der Umzug hat super geklappt. Nun sind wir in unserer Traumwohnung, mit dem Traumgelände drumherum, nichts ist beim Umzug kaputtgegangen, die Sonne scheint.
Leider schweben für mich über alldem sehr schwarze Wolken. Mein Rückenproblem hat mich umgeworfen - im wahrsten Sinne des Wortes. Nun lerne ich Hamburg leider erstmal von der medizinischen Seite kennen. Die Spritze in den Rücken und die starken Tabletten bringen keine Linderung. Ein MRT- Termin ist erst Ende September in Sicht. Ich werde morgen früh ins Krankenhaus fahren müssen.
Ich hoffe, daß es hier bald wieder positivere Neuigkeiten zu lesen gibt.
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